Zielgruppen

Werkannmitmachen?

Zielgruppen

Der Kongress richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 27 Jahren mit Partizipationserfahrung bzw. Erfahrungen in der Jugendbeteiligung in einem der folgenden Bereiche:

Jugendverband oder Jugendring

Jugendverbände sind Organisationen jugendlicher Selbstorganisation und Interessenvertretung und haben ihre Wurzeln in der Jugendbewegung. Sie bieten ihren Mitgliedern selbstbestimmte und selbstorganisierte Jugendarbeit und außerschulische Bildung: z. B. Gruppenstunden, Ferienfreizeiten, Workshops, Seminare. Darüber hinaus vermitteln Jugendverbände die Interessen von jungen Menschen in die Gesellschaft hinein (jugendpolitische Interessenvertretung). Jugendverbände sind freiwillig, ehrenamtlich, selbstorganisiert, parteilich für Kinder und Jugendliche sowie wertorientiert und bieten aufgrund der verschiedenen Verbandsprofile viele spezifische Identifikationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Jugendringe sind Arbeitsgemeinschaften von Jugendverbänden. Sie existieren auf kommunaler und regionaler Ebene (Stadt- und Kreisjugendringe). In allen Bundesländern gibt es Landesjugendringe sowie auf Bundesebene den Deutschen Bundesjugendring.

Offene Jugendarbeit und kommunale Projekte

In der offenen Jugendarbeit (Jugendzentrum, Jugendtreff, Jugendhaus) partizipieren junge Menschen zum einen bei der Gestaltung der Angebote der von ihnen besuchten Einrichtung. Oft sind Jugendzentren aber auch Initiatoren von Beteiligungsprojekten, die sich auf sozialräumliche Strukturen beziehen (Mitsprache junger Menschen in der Kommunalpolitik). Angesprochen sind hier Jugendliche mit beiderlei Erfahrungshintergrund.

Denkbar ist auch, dass Multiplikator_innen den Kongress zum Anlass nehmen, das Thema in ihrer Jugendarbeit mit den Jugendlichen zu platzieren und auf eine gemeinsame Teilnahme am Kongress hinzuarbeiten. Wir unterstützen haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte hierbei gern und freuen uns über Anfragen.

Kinder- und Jugendparlament

In Jugendparlamenten nehmen Vertreter Interessen für Kinder und Jugendliche gegenüber den jeweiligen Gemeinden wahr. Dabei werden Fragen zur Schulhofgestaltung, zu Radwegen oder Freizeitanlagen ebenso behandelt wie auch Probleme des Umweltschutzes. Mögliche Lösungsvorschläge werden in Form von Anträgen den Politikern vorgelegt. Es ist auch möglich, dass das Jugendparlament einen eigenen Etat zur Verfügung hat, über den es frei verfügen kann. Dagegen ist ein Kinder- und Jugendforum eine niedrigschwellige partizipatorische Form eines Jugendparlamentes. Hierbei kann jeder Jugendliche sich in Projektgruppen beziehungsweise Arbeitsgruppen engagieren und selbst solche gründen. Egal ob Jugendparlament oder Jugendforum – engagierte Jugendliche beider Partizipationsformen sind eingeladen, ihre Sichtweisen einzubringen.

Aktueller Hinweis: Das Teilnehmenden-Kontingent für den Bereich Kinder- und Jugendparlamente ist voll. Zukünftige Anmeldungen in diesem Bereich werden auf eine Warteliste gesetzt. Wir bitten um Verständnis.

Schüler_innenvertretung

Die Schüler_innenvertretung (kurz SV) ist ein Organ, in dem Schüler ihre Schulen und das Schulwesen mitgestalten können. Die Schülervertreterinnen und Schülervertreter nehmen die Interessen der Schülerinnen und Schüler in der Schule, gegenüber den Schulaufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit wahr und üben die Mitbestimmungsrechte der Schülerinnen und Schüler in der Schule aus. In den Schulen der Mittel- und Oberstufe (Sekundarstufe I und II) wählen in der Regel die Schülerinnen und Schüler einer Klasse eine Klassensprecherin oder einen Klassensprecher und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter für die Dauer eines Schuljahres. Die Klassensprecherinnen und -sprecher bilden den Schülerrat der Schule. Die Schulsprecherin bzw. der Schulsprecher hat den Vorsitz im Vorstand des Schülerrats, dem darüber hinaus zwei Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter angehören. Der Schülerrat übt die Mitbestimmungsrechte in der Schule aus. Auch auf der Ebene der Landkreise, kreisfreien Städte oder kreisangehörigen Gemeinden, die Schulträger sind, gibt es Schülerräte. Die Kreis- und Stadtschülerräte werden von jeweils zwei Vertreterinnen und Vertretern des Schülerrats der Schulen und Ersatzschulen gewählt. Die Kreis- und Stadtschülerräte wählen wiederum aus ihrer Mitte die Mitglieder des Landesschülerrats, der einen Landesvorstand bildet. Dieser Landesvorstand vertritt die schulischen Interessen der hessischen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und -stufen gegenüber dem Kultusministerium.